Initiative Jachad

PM 02: Münchner Organisationen kritisieren Israelfeindlichkeit im Eine-Welt-Haus

Gemeinsame Pressemitteilung von AmEchad, der Grünen Jugend München, der Linksjugend [‘solid] München, des Verbands Jüdischer Studenten in Bayern (VJSB), der Piratenpartei München sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft München (DIG-München)

Auf dem jüdischen Online-Portal Hagalil ist aktuell ein offener Brief an das Eine-Welt-Haus erschienen. AmEchad fordert die Münchner Begegnungsstätte darin auf, Veranstaltungen abzulehnen, die Israel direkt oder indirekt das Existenzrecht absprechen. Die unterzeichnenden Organisationen werfen dem Programmvorstand unter anderem eine zunehmende Delegitimierung und Dämonisierung Israels bei Veranstaltungen im Eine-Welt-Haus vor. Die Organisationen begründen ihre Teilnahme am offenen Brief.

Michael Lang, Sprecher von AmEchad, zeigt sich erfreut über die Teilnahme der Jugendorganisationen am offenen Brief: „Dass sich immer mehr junge Menschen gegen Israelfeindlichkeit stark machen, stimmt uns zunehmend optimistisch. Falls der Programmvorstand nicht einlenkt, ist auf eine Debatte innerhalb der im Stadtrat vertretenen Parteien zu hoffen. Es sollten in München grundsätzlich keine Veranstaltungen mit öffentlichen Mittel gefördert werden, die laut Arbeitsdefinition der EU-Agentur für Grundrechte antisemitisch sind.“

Laut dem Vorsitzenden des VJSB, German Rubinstein, habe das Eine-Welt-Haus mit Blick auf Israel einen sehr einseitigen politischen Kurs eingeschlagen: “Israel wird im Eine-Welt-Haus völlig verzerrt dargestellt. Auf Veranstaltungen ist eine deutlich israelfeindliche Grundstimmung zu spüren.” Viele Juden oder Israelis fühlten sich im Eine-Welt-Haus nicht willkommen und mitunter sogar richtiggehend bedroht, sagt Rubinstein.

Dazu Leo Schild, Sprecher der Linksjugend [‘solid] München: „Das Eine-Welt-Haus ist grundsätzlich eine sehr wichtige und schützenswerte Einrichtung. Allerdings ist es nicht hinnehmbar, dass dort kein anderes Land derartig angefeindet wird wie Israel. Eine differenzierte Sichtweise wäre hier sehr wünschenswert, schließlich handelt es sich nicht um ein Eine-Welt-Ohne-Israel-Haus.”

Jamila Schäfer, Sprecherin der Grünen Jugend München, erklärt: “Wir schätzen das Eine-Welt-Haus als Kulturzentrum und Anlaufstelle für migrantische Selbstorganisation. Als linker Jugendverband kritisieren auch wir die Politik der israelischen Regierung in vielen Punkten. Diese Kritik sollte aber solidarisch bleiben und keinen Antisemitismus beinhalten. Das ist im Eine-Welt-Haus nicht immer der Fall. Wir fordern das Eine-Welt-Haus auf, sich kritisch mit israelbezogenem Antisemitismus zu beschäftigen und den antizionistischen Normalzustand zu beenden.”

Torsten Weber, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft München, erklärt: „Den jüdischen Staat fortwährend zu dämonisieren, zu delegitimieren und ihn mit anderen Maßstäben zu messen als alle übrigen Staaten, ist nichts anderes als Antisemitismus in pseudo-engagiertem Gewand. Wir fordern den Vorstand des Eine-Welt-Hauses auf, keinen Gruppen eine Plattform zu geben, die eine Welt ohne Israel wollen.“

Florian Deissenrieder, Vorsitzender der Piratenpartei München, erklärt dazu: „Die Piratenpartei spricht sich eindeutig gegen Rassismus, Antisemitismus und Antizionismus aus. Deshalb betrachten wir mit zunehmender Sorge, dass im Eine-Welt-Haus, einer von uns hoch geschätzter Einrichtung, eine Bühne für unsachliche, einseitige Israelkritik geboten wird. Ich hoffe, das der Vorstand des Eine-Welt-Hauses auf die vorgetragene Kritik reagiert und in Zukunft keine eindeutig antizionistischen Veranstaltungen zulässt.“

Der offene Brief an den Vorstand des Eine-Welt-Hauses ist heute erschienen auf:
http://www.hagalil.com/archiv/2013/06/30/eine-welt-haus-muenchen/



Pressemitteilungen der Iniative Jachad

PM 6: Nakba-Ausstellung an Montessori-Schule: Wie gefährlich ist der Libanon-Verein?

Gemeinsame Pressemitteilung von Amechad, der Grünen Jugend München, der Linksjugend [solid] München, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München, der Europäischen Janusz Korczak Akademie und des Verbandes Jüdischer Studenten in Bayern. Nach der gestrigen Podiumsdiskussion an der Montessori-Fachoberschule München zur „Nakba“-Ausstellung erheben AmEchad ...
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PM 05: AmEchad bedauert Entscheidung der Montessori-Schule

Anlässlich des heute in der Online-Ausgabe der Münchner Abendzeitung erschienen Artikels "Umstrittene 'Nakba'-Ausstellung findet statt" sagt Michael Lang, Sprecher von AmEchad: "Wir bedauern die Entscheidung der Münchner Montessori-Fachoberschule, ihren Schülern diese geschichtsrevisionistische Veranstaltung wochenlang anzutun. Das von der Schule angekündigte ...
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PM 03: AmEchad kritisiert Nakba-Ausstellung an Montessori-Schule

Lang: „Israelhass ist immer falsch – und hat insbesondere an Schulen nichts zu suchen“ Anlässlich der ab dem 15. Dezember geplanten Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ an der Montessori-Fachoberschule (MOS München) hat sich AmEchad am ...
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PM 02: Münchner Organisationen kritisieren Israelfeindlichkeit im Eine-Welt-Haus

Gemeinsame Pressemitteilung von AmEchad, der Grünen Jugend München, der Linksjugend ['solid] München, des Verbands Jüdischer Studenten in Bayern (VJSB), der Piratenpartei München sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft München (DIG-München) Auf dem jüdischen Online-Portal Hagalil ist aktuell ein offener Brief ...
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PM 01: Proteste gegen Palästina-Tage angekündigt

AmEchad kritisiert den Film „Roadmap to Apartheid“ AmEchad ruft anlässlich der „Palästina Tage“ im Münchner Kulturzentrum Gasteig zur Kundgebung auf. Insbesondere kritisiert der Münchner Verein den Film „Roadmap to Apartheid“, der laut Programmheft am 20. Juni im Gasteig gezeigt werden ...
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