Initiative Jachad

Israelbuch wird Bestseller

Unpolitisch? Keineswegs!

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Aber auch ganz subtil geht es – z.B. mit BDS – ständig massiv gegen Israel. Was also tun, wie dagegen anschreiben?

Zweifelsohne gibt es gerade in politischer Hinsicht eine ganze Reihe empfehlenswerter Bücher. Jedoch ist davon auszugehen, dass ein pro-israelisches Buch mit politischem wie sachlichen Hintergründen ausnahmslos von ohnehin pro-Israel-Eingestellten gelesen wird. Neues Publikum wird durch die meisten Israel-Publikationen so also kaum mehr erschlossen.

Etwas wirklich Neues muß also her. Etwas, was viele interessiert und ein Thema, das noch völlig unbelastet ist. Leichter gesagt, als getan.

Nahezu unbemerkt hat sich nun das Nischenbuch „Israel Trail mit Herz/ Das Heilige Land zu Fuß, allein und ohne Geld“ zu einem Amazonbestseller und einem Türöffner für Israelthemen gemausert. Ein Israelbuch, ausverkauft nach vier Monaten. Nun in der zweiten Auflage. Doch diesem Buch würde man zunächst am allerwenigsten zutrauen, wachzurütteln und Meinung zu bilden. Man mag denken, es sei ein Pilgerbuch, bei dem es um das Wüstenwandern geht. Wer selbst nicht wandert, wird den Titel also womöglich gar nicht gleich als „seine“ Lektüre begreifen. Doch weit gefehlt!

Denn schnell wird klar: Dem Wüstenwanderer Seebauer geht es überhaupt nicht um eine sportliche Leistung seiner selbst. Sein Weg durch Israel avanciert vielmehr zu einem genialen Plot für eine menschliche Begegnung nach der anderen. Er zeigt die Menschen so, wie sie wirklich sind. Und hier nimmt Buchautor Christian Seebauer die Leserinnen und Leser gleich so hautnah mit nach Israel, dass Gefühle definitiv gar nicht ausbleiben können. Wer aber fühlt – so Seebauers Überzeugung – der entwickelt auch Empathie, Verständnis, Mitgefühl. Wer fühlt, kann – und will sich in die Lage der anderen hineinversetzen. Beim Lesen des Buchs ist es an vielen Stellen praktisch unmöglich, nicht Partei zu ergreifen. Partei für die Menschen in Israel! Und Partei gegen diejenigen, die gegen Israel sind oder einfach gegen alles, wo Israel draufsteht.

Und da wären wir wieder am Ausgangspunkt: Warum engagiert sich jemand in der Kampagne BDS? Da sind womöglich auch Gefühle dabei. Vielleicht sogar mehr Gefühle, als Verstand. Überzeugungsarbeit mit echten Argumenten läuft dann ins Leere. Man müße Gefühle erzeugen können!

In Seebauer’s Buch findet man nichts, absolut nichts Politisches. Oder eben doch? „Israel Trail mit Herz“ nimmt einen mit auf eine ungewöhnliche Reise, die einen im wahrsten Sinne des Wortes „entwaffnet“.

Seebauer selbst sagt dazu „als Bettler stehst du ja quasi nackt vor den Menschen. Da gibt es keine Schutzhülle mehr. Du kannst Dich nicht mehr verstellen. Du kannst keinem mehr etwas vormachen. Aber dein Gegenüber kann sich eben auch nicht mehr verstellen. Auch Dein Gegenüber zeigt sich dann so, wie er/sie wirklich ist.“

Immer wieder erlebt man in diesem Buch, wie sich zwei oft hartgesottene Menschen plötzlich mit feuchten Augen gegenüberstehen. Zum Beispiel, wenn der Autor bei einem geschenkten Stück Brot feuchte Augen bekommt, aber auch sein Gegenüber davon nicht unberührt bleibt.

Oder wenn „der Jude den Nichtjuden“ – wie Seebauer selbst sagt, ihn auf seiner Wanderung einfach umarmt, obwohl Seebauer mittlerweile längst stinkende Klamoten trägt. Da geht es um Zuneigung, Achtsamkeit und menschliche Wärme. Der Autor erlebt auf seiner 50 tägigen Fußreise durch das Heilige Land ständig, dass nichts – wirklich gar nichts – so ist, wie es scheint oder wie er es erwartet hätte. Und dass vor allem nichts so ist, wie es in den Medien dargestellt wird.

Damit bereitet das Buch mit dem zunächst merkwürdig klingenden, aber sicher sehr passenden Titel „Israel Trail mit Herz“ den Weg zu einem viel tieferen und besseren Verständnis. Vorurteilen gegenüber Israel und seinen Menschen setzt Seebauer das Thema „Erfahrene Nächstenliebe“ entgegen.

Angesprochen sind also längst nicht nur Pilger, die sich nach einer Alternative zum Jakobsweg sehnen, sondern vielmehr ein breites Spektrum an Leserinnen und Lesern von jung bis alt, die im Buch ihre Liebe zu Israel entdecken oder vertiefen möchten. All jene, die Israel bisher skeptisch oder negativ gegenüber eingestellt sind, können sich in der Perspektive des mittellosen Wanderers an ein eigenes und vielleicht ganz neues Israelbild herantasten. Das Buch erschien dieses Jahr im SCM Verlag Stiftung Christliche Medien. Prädikat: Lesenswert.

Das Buch kann man direkt beim Autor bestellen, auf Wunsch und ohne Mehrkosten auch mit handschriftlicher Widmung signiert:

Israel Trail mit Herz



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